Kältetechnik

Physikalisch gibt es keine Kälte, sondern nur Wärme. Umgangssprachlich wird Kälte gern als das Gegenteil von Wärme oder schlicht als Abwesenheit von Wärme bezeichnet. In der Fachsprache wird der Begriff Kälte oft als ein Zustand in Verbindung mit einer Temperatur unterhalb der Umgebungstemperatur bezeichnet.

Die weitverbreitetsten Kältemaschinen basieren auf dem Prinzip der Verdichtung und Entspannung eines Kältemittels (Carnot-Prozess). Hierbei lassen sich nahezu alle gewünschten Temperaturdifferenzen zur Umgebung unter Zufuhr von Antriebsenergie erreichen, je nach Zusammensetzung des Kältemittels. Die aktuelle F-Gase-Verordnung (EU-Verordnung Nr. 517/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über fluorierte Treibhausgase) gewichtet Kältemittel nicht mehr nach Füllmenge, sondern nach Treibhauspotential.

Grafik Kälte

Meine Beratungsleistungen

Erstellen von Kühllastberechnung

Bei Bedarf kann ich für Ihr Projekt eine ausführliche Kühllastberechnung erstellen. Als Kühllast wird die maximale Kälteleistung bezeichnet, die jedem Raum zur Verfügung gestellt werden muss, um die gewünschte Raumtemperatur im Kühlfall zu erreichen und zu halten. Die Kühllastberechnung ist Grundlage für die Auslegung der Innenteile der Kälteanlage, die in jedem Raum installiert sind, wie auch für die Dimensionierung des Kälteerzeugers. Dies geschieht selbstverständlich unter Beachtung des Tages- und Jahreszeitlichen Verlaufs der Kühllast.

Variantenvergleich und Konzeption von Kälteanlagen

Zu meinen Beratungsleistungen bei Neuanlagen gehört es, die Konzeption von Kälteanlagen nach Kundenanforderung zu erstellen. Dabei ist es erforderlich, die aktuelle F-Gase-Verordnung (EU-Verordnung Nr. 517/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über fluorierte Treibhausgase) einzuhalten und ein für den Bedarfsfall effizientes Kältemittel zu bestimmen. Sämtliche Systeme mit einem Kältemittel-GWP > 2.500 sind ab dem 1.1.2020 verboten.

Das (relative) Treibhauspotential (englisch Global warming potential, GWP) oder CO2-Äquivalent einer chemischen Verbindung (z.B. eines Kältemittels) ist eine Maßzahl für ihren relativen Beitrag zum Treibhauseffekt, also ihre mittlere Erwärmungswirkung der Erdatmosphäre über einen bestimmten Zeitraum.

Optimierung Bestandsanlagen bezüglich zulässiger Kältemittel

Ziel der aktuellen F-Gase-Verordnung (EU-Verordnung Nr. 517/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über fluorierte Treibhausgase) ist es, in Deutschland und Europa die Belastung durch teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW) bis zum Jahr 2030 deutlich zu reduzieren. Deshalb sind bestimmte Kältemittel in Bestandsanlagen nicht oder nur noch bedingt und zeitlich begrenzt zulässig. Sämtliche Systeme mit einem Kältemittel-GWP > 2.500 sind ab dem 1.1.2020 verboten. Deshalb gilt es hier, die betreffenden Kältemittel durch jene mit geringerem GWP zu ersetzen.

Aufstellen von Konzepten mit alternativen Kältemitteln

Für gewerbliche und industrielle Kälteanlagen sind partiell HFKW-freie Kälteanlagen möglich und bereits Stand der Technik. Kältemittel können hier Ammoniak, CO2 und andere sein, dies hängt von den Betriebsbedingungen ab. Solche Randbedingungen herstellerneutral zu untersuchen und geeignete Konzepte aufzustellen gehört zu meinen Beratungsleistungen.

Energieerzeugerkonzepte mit Einsatz von Wärmepumpen

Während bei Kältemaschinen die „kalte Seite“ genutzt wird, ist es bei Wärmepumpen bei vergleichbarem Prozess genau umgekehrt, es wird hier die „warme Seite“ genutzt. Die Energiequellen für Wärmepumpen können sehr unterschiedlich sein (siehe Thema Heizung: „Welchen Energieträger brauche ich?“). Der Wirkungsgrad (Arbeitszahl) einer Wärmepumpe ist umso größer, je geringer der Temperaturhub ist. Zu meinen Beratungsleistungen gehört es, in Ihrem Projekt das passende Konzept zur Energieerzeugung in Verbindung mit der gesamten Infrastruktur zu finden.

Für Fragen zu Heizungstechnik, Wärmeerzeugungsanlagen und Warmwasserbereitungsanlagen siehe unter Heizung.
Beratung zu Lüftungsanlagen, Außenluftversorgung und Luftreinhaltung finden Sie unter Klima.
Das Thema Trinkwasser, Entwässerung, Regenentwässerungsanlagen und Bäder, Toilettenanlagen usw. wird unter Sanitär erläutert.